Das Schweizer Vorsorgesystem basiert auf den drei Säulen staatliche Vorsorge, berufliche Vorsorge und private Vorsorge (s. Illustration). Das Ziel der Vorsorge besteht darin, im Pensionsalter den bisherigen Lebensstandard zu sichern.

Ziel des Schweizer Vorsorgekonzeptes ist es, nach der Pensionierung den materiell gesicherten Ruhestand zu gewährleisten.

Erste Säule: Staatliche Vorsorge, Existenzsicherung

AHV und IV bilden die erste Säule bzw. die staatliche Vorsorge. Zusammen mit allfälligen Ergänzungsleistungen (EL) sollen sie die Existenz sichern. Die erste Säule ist obligatorisch.

Zweite Säule: Berufliche Vorsorge, Sicherung des gewohnten Lebensstandards

Die Pensionskasse, die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) und das Unfallversicherungsgesetz (UVG) bilden die zweite Säule. Die erste und die zweite Säule sollen zusammen mindestens 60 Prozent des zuletzt bezogenen Lohnes abdecken und nach der Pensionierung den gewohnten Lebensstandard erhalten. Die zweite Säule ist für Berufstätige ab einem Jahreseinkommen von CHF 19'890.- (BVG-Eintrittsschwelle; Stand 1.1.2007) obligatorisch.

Dritte Säule: Private Vorsorge, individuelle Ergänzung (Wahlbedarf)

Die dritte Säule dient der individuellen Selbstvorsorge und ist unterteilt in die Säule 3a (gebundene Vorsorge) und die Säule 3b (freie Vorsorge). Vorsorgen im Rahmen der 3. Säule ist freiwillig. Im Unterschied zum herkömmlichen Sparen werden die Produkte der dritten Säule teilweise steuerlich begünstigt. Mit Produkten der dritten Säule lassen sich allfällige Vorsorgelücken gezielt schliessen.